Vom Straßenrand

Ihr habt ja gehört oder gesehen, ich habe ein Autoproblem. Meine offene zuverlässige Sommerkiste ist bei der Kälte nicht nutzbar. Im Nu würde ich auch mit roter Nase und Halsschmerzen ins Bett müssen.

Eine erwachsene Freundin, die Katrin,  hat mir angeboten, mich in ihrem Auto mitzunehmen. Gut und schön, wenn sie in Urlaub fährt. Da lasse ich mirs gern gefallen. Aber ich nutze mein kleines Fahrzeug dazu, mich langsam durch die Gegend zu rollern. Ich will nämlich die kleinen Dinge sehen und euch über sie erzählen, an denen ihr sonst achtlos vorüberrauscht. Hasenoma sagt zwar, wozu hast du deine Beine. Aber so weit tragen die auch nicht. Und manches finde ich halt nicht, wenn  ich nur um drei Ecken komme. Ein Langläufer bin ich nun mal nicht.

„Ich könnte dich trainieren,“ bot mir Egon Weislein an. Aber ich möchte halt lieber ein Auto. Und ich werde eines suchen. Und zwar eines, in dem ich auch mal jemand mitnehmen kann. Zum Beispiel eine Frau. Ihr wisst ja, ich hätte gern eine, die auch mal einen Kuchen backt. Immer nur meiner ist langweilig. Vielleicht finde ich irgendwo einen Jungen, der ein Auto hat, das er nicht mehr braucht. Übrigens heute kommen hier die Müllautos, die die Tonnen abholen mit dem Altpapier. Ich hatte eigentlich vor, mal nachzuzählen, wie viele Tonnen im Nachbarort zusammenkommen und von wie vielen Bäumen das Papier gemacht worden ist. Aber das muss nun erst mal ausfallen. Ohne Auto schaffe ich es nicht.

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