{"id":8557,"date":"2013-02-01T00:05:02","date_gmt":"2013-01-31T23:05:02","guid":{"rendered":"http:\/\/huxlipux.de\/blog\/?p=8557"},"modified":"2013-01-13T14:13:45","modified_gmt":"2013-01-13T13:13:45","slug":"die-sprachen-der-tiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huxlipux.de\/blog\/2013\/02\/die-sprachen-der-tiere\/","title":{"rendered":"Die Sprachen der Tiere"},"content":{"rendered":"<p>Also, die allermeisten Tiere brauchen keine Worte, um sich miteinander zu verst\u00e4ndigen. Sie tun das vorzugsweise mit ihrem K\u00f6rper, mit ihrem &#8222;Ausdrucksverhalten&#8220;, das man auch &#8222;K\u00f6rpersprache&#8220; nennt. Tiere &#8222;unterhalten&#8220; sich also mit ihrem Gesicht, ihrer Mimik, mit Blicken und Blickrichtungen, mit ihren Schw\u00e4nzen und Ohren, ihrer K\u00f6rperspannung und sogar ihrem Fell oder ihren Federn, das \/ die sie aufstellen k\u00f6nnen, wenn sie aufgeregt oder w\u00fctend sind oder das \/ die sie eng anlegen k\u00f6nnen, wenn sie zum Beispiel Angst haben. Tiere teilen mit Hilfe ihres K\u00f6rpers mit, wie sie sich f\u00fchlen, was sie gerade brauchen oder was sie gerade ganz und gar nicht wollen. Bei uns Menschen ist das \u00fcbrigens genauso, es wird uns allerdings nur selten bewusst. Die Sprache der Bienen beinhaltet sogar einen Tanz. Wenn eine Biene eine besonders reiche Blumenwiese gefunden hat, fliegt sie zur\u00fcck zum Stock und tanzt ihren Schwestern etwas vor. Dabei \u00fcbermittelt sie den anderen Bienen, in welcher Richtung die reiche Blumenwiese liegt und wie weit sie entfernt ist. Au\u00dferdem verst\u00e4ndigen sich Tiere \u00fcber Ger\u00fcche. Wenn ein Hund an einem Baum schn\u00fcffelt, den zuvor ein anderer Hund angepinkelt hat, kann er erschn\u00fcffeln, ob der andere Hund ein Herr oder eine Dame war, wie alt er war, wie gesund oder krank, was er gegessen hatte und noch vieles andere mehr.\u00a0 Nat\u00fcrlich haben Tiere auch Worte, \u00fcber die sie sich Dinge mitteilen k\u00f6nnen. Solche Worte sind zum Beispiel das &#8222;wau&#8220; oder &#8222;grrr&#8220; eines Hundes, das &#8222;miau&#8220; oder schnurren einer Katze, die Zwitscherlaute der V\u00f6gel, das Zischen einer Schlange oder das Zirpen der Grillen. Einige Tiere haben sogar f\u00fcr ganz spezielle Dinge ganz spezielle Laute. Die Gr\u00fcnen Meerkatzen zum Beispiel. Das sind kleine \u00c4ffchen, die im Dschungel leben. Sie haben drei verschiedene Rufe f\u00fcr drei verschiedene Dinge: Adler, Schlange und Leopard. Wenn ein \u00c4ffchen etwa einen Adler sieht, st\u00f6\u00dft es einen ganz bestimmten Ruf aus. Dann rasen alle anderen \u00c4ffchen ins Geb\u00fcsch, wo der Adler nicht hin kann. Hat ein \u00c4ffchen den Ruf f\u00fcr &#8222;Leopard&#8220; ausgesto\u00dfen, rasen alle anderen in die Wipfel der B\u00e4ume. Bei dem Ruf f\u00fcr &#8222;Schlange&#8220; rotten sich alle zusammen und greifen die Schlange an, um sie zu verjagen. Die Gr\u00fcnen Meerkatzen sind aber nicht die einzigen Tiere, die eine richtige kleine Sprache haben. Auch die Pr\u00e4riehunde in Amerika, die Wale im Ozean oder die Flederm\u00e4use sind bekannt f\u00fcr ihre Sprachen. Manche Tiere k\u00f6nnen sogar die Sprache der Menschen lernen. Papageien zum Beispiel. Sie plappern dabei keineswegs nur nach. Der ber\u00fchmte Graupapagei Alex, der der Forscherin Irene Pepperberg aus den USA geh\u00f6rte, stellte sogar eigene Fragen. Einmal, als er sich selbst im Spiegel sah, fragte er &#8222;What colour&#8220; (auf deutsch &#8222;welche Farbe&#8220;). Die Forscherin sagte ihm &#8222;Das ist Grau, du bist grau, Alex&#8220;. Von da an konnte Alex auch andere Dinge als grau identifizieren. Als Alex ein anderes Mal eine Nuss verlangte, man ihm aber sagte, er bek\u00e4me sp\u00e4ter erst eine, wiederholte er &#8222;Want Nut &#8211; N U T&#8220; (auf deutsch &#8222;Will Nuss &#8211; N U S S&#8220; &#8211; er buchatabierte das Wort sogar, obwohl ihm das niemand beigebracht hatte. Alex sagte Irene auch jeden Abend, wenn sie das Forschungslabor verlie\u00df und nach Hause ging &#8222;I love you. You&#8217;re back tomorrow?&#8220; (auf deutsch &#8222;Ich liebe Dich. Kommst Du morgen wieder?&#8220;). Als Alex starb, war Irene sehr traurig. Sie arbeitet aber mit zwei anderen Papageien weiter. Doch nicht nur Papageien k\u00f6nnen unsere Sprache lernen. Der Elefant Koshik aus einem Zoo in Korea kann auf koreanisch sagen &#8222;sitz&#8220;, &#8222;gut&#8220;, &#8222;leg dich&#8220;, &#8222;nein&#8220; und &#8222;Hallo&#8220;. Und ein Beluga-Wal, der ebenfalls in Asien lebte, konnte auch ein paar W\u00f6rter, darunter &#8222;out&#8220; (auf deutsch &#8222;raus&#8220;). Viele Menschenaffen, vor allem Schimpansen und Gorillas, k\u00f6nnen sich ebenfalls mit Menschen unterhalten. Einige beherrschen Computer-Tastaturen mit Symbolen, andere k\u00f6nnen die Geb\u00e4rdensprache, mit der sich Menschen, die nichts h\u00f6ren k\u00f6nnen, unterhalten. Anstelle von W\u00f6rtern benutzen sie einfach Handgesten. Wer das nicht glaubt, kann sich bei youtube viele Filme anschauen, zum Beispiel von Washoe und Koko. Besonders eindrucksvoll ist ein Film von Koko, der sie mit ihrem K\u00e4tzchen zeigt. Das K\u00e4tzchen wurde leider irgendwann \u00fcberfahren, wor\u00fcber Koko sehr traurig war. Das hat sie ihrer Trainerin auch gezeigt: Sie macht Gesten f\u00fcr &#8222;traurig&#8220; und &#8222;sehr traurig&#8220; und sogar f\u00fcr &#8222;weinen&#8220;: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CQCOHUXmEZg\">http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CQCOHUXmEZg<\/a> Leider sind die Videos nur auf englisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Also, die allermeisten Tiere brauchen keine Worte, um sich miteinander zu verst\u00e4ndigen. Sie tun das vorzugsweise mit ihrem K\u00f6rper, mit ihrem &#8222;Ausdrucksverhalten&#8220;, das man auch &#8222;K\u00f6rpersprache&#8220; nennt. 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