Jerry, der Mäusejunge
Na, nun wissen wir ja Bescheid. Katrin telefonierte aus Buxtehude, wo sie eben den Peti zu einem Kapitänskursus begleitet. Die Maus ist ein Junge und heißt Jerry. Noch immer spielt er unermüdlich auf dem kleinen Instrument. Aber da sind ja noch einige, mit denen er Bekanntschaft schließen möchte.
Du kommst doch auch aus Südamerika? Jerry erzählt dem hellgrünen Tier, woher er kommt. „Das ist ja fein,“ meint Aurora, die Krokodilsdame. „Da werden wir ja an so manchem kalten Winterabend miteinander plaudern können. Wie ich sehe, hast du ein geheimnisvolles Säckchen dabei.“ Aurora schnuppert an Jerry herum. Der geht erst mal weiter weil so ein großes buntes Tier angewackelt kommt, das sehr freundlich ist.
Susi, die Giraffenlehrerin nimmt Jerry auf ihren Rücken, damit er ein Stück mit ihr kommt. „Warum bist du nicht in der Schule?“ fragt Jerry. „Oh ich bin schon etwas alt.“ Susi bleibt stehen. „Hab nicht mehr so viel Luft und darf schon ausruhen. Ausserdem sind hier Herbstferien. Da ist gar keiner in der Schule in Huxlipux und Umgebung. „Ach ist es schön auf einer Giraffe zu reiten. Gemütlich. Das muss ich meinem Mädchen Hopi erzählen.“ Doch da kommt ein Bekannter angeflogen.
„Melino! Woher kenne ich dich bloß?“ Der langbeinige Vogel meint: „Du hast mich bestimmt auf den Bildern gesehen, die von mir in Florida gemacht wurden. “ – „Stimmt, du bist der tollste Vogel, den ich kenne.“ -„Sehe ich da nicht ne klitzekleine Träne in deinem rechten Auge?“ Melino wischt schnell mal mit seinem Flügelchen darüber. Aha, Jerry hat ein bissel Heimweh nach Hopi. „Ich flieg mal zu ihr nach Nürnberg,“ Melino ist sehr hilfsbereit. Jerry drückt Melino einen Kuss für Hopi auf, den der zu ihr tragen wird. Der Mäuserich seufzt zufrieden.
Jerry gefällt der kleine Löwe mit dem wunderschönen Namen Gutlieb. „Du siehst wirklich auch genau so aus wie dein Name es erzählt. Gut und lieb!“So viele nette Leute hat Jerry an nur einem Tage getroffen. Freunde zu haben ist das Beste auf der Welt, findet dieser kleine Mausejunge.