Die Eselsbrücke

Man sagt, dass schon im Mittelalter bekannt war, dass Esel wasserscheu sind. Damals gab es keine Autos und der Esel, der ein starkes Tier war, transportierte das, was die Bauern auf ihren Feldern geerntet hatten, zum Beispiel Korn. Es musste gemahlen und zu Mehl verarbeitet werden, damit man daraus Brot backen konnte. Dabei musste der Esel manchmal einen Bach überqueren. Er wäre mühelos durchgekommen. Aber er hatte Angst. Durch die spiegelnde Wasseroberfläche konnte er nicht erkennen, wie tief das Wasser war. Deshalb weigerte er sich – man sagt auch der störrische Esel- das Wasser zu durchwaten. So blieb den Menschen nichts anderes übrig, als eine Brücke für ihn zu bauen. Da lief er dann ohne Angst hinüber.
Wenn heute Menschen Angst haben, etwas zu vergessen, dann suchen sie sich ein Hilfsmittel (wie die Brücke). Wenn sie daran denken, fällt ihnen das ein, was sie sich merken wollten. Zum Beispiel kann das ein Spruch sein, wie „ Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich“ oder „Gar nicht schreibt man gar nicht zusammen.“ Man kann sich auch die Saiten der Gitarre über die Eselsbrücke „Eine alte dumm Gans hat Eier“ (EADGHE) einprägen.
In meinem Deutschunterricht fällt es Ausländern immer sehr schwer, die deutschen Artikel –der-die-das- richtig anzuwenden. Ich versuche, so oft es geht, eine Eselsbrücke zu bauen. Zum Beispiel der Baum, der Berg, der Fluss- sie sind stark- wie ein Mann. Aber ob das richtige Eselsbrücken sind? Ich weiß es nicht genau-

Katrin Schrader20170413_223231-1Das ist der Huxlipuxeselsarzt Dr. Grauohr.

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